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Was wir niemals waren

Erinnerungen

Von Veit Pätzug

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ISBN: 978-3-942411-00-4

Thelem 2010

gebunden, 21 x 12 cm, 280 S., 5 Fotos u. zahlr. Dokumente aus MfS-Archiven.

"Man muss es unbedingt als Literatur lesen, als heutige Form des Heldenliedes, mit all dem Epischen, Archaischen und Redundanten, das [...] dazugehört, wenn [...] Kämpfe, Siege oder Niederlagen besungen werden." Peter Richter, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 22.8.2010

Micha Peters aus Dresden-Stetzsch ist nicht der Held, der Mauern zum Einstürzen bringt. Das FDJ-Blauhemd trägt er bestenfalls offen. Wenn er bei der Direktorin Frau Finster aneckt, dann mehr aus sportlichem Ehrgeiz, als in offener Opposition. Wichtiger als alles andere ist für Micha der Fußball. Noch als die Flüchtlingszüge gen Westen rollen, halten Micha und seine Freunde Dynamo die Treue. Doch wer wie sie auf die viel beschworene Gemeinschaft vertraut, verliert während der Umbrüche nach 1989 bald den Boden unter den Füßen. Es sei denn, er macht es wie Dirk Weber...

Veit Pätzug, der die ›Wende‹ als 17-, 18-Jähriger erlebte, verdichtet in seinem neuen Buch Zeitdokumente mit eigenem Erleben. Die Protagonisten hat der Autor frei erfunden – Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Menschen sind rein zufällig. Nicht erdacht sind die teils dramatischen Geschehnisse, oft genug war der Autor als Fußballanhänger selbst in die Irrungen und Wirrungen der Wendejahre verstrickt.

Veit Pätzug: geb. 1972 in Dresden, Berufsausbildung als Druckformenhersteller für Offsetdruck, Studium des Kommunikations-Designs an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle (Saale); seit 2005 selbstständig tätig als Grafik-Designer, freier Journalist und Fotograf.

Veit Pätzug machte erstmals mit seinem 2005 erschienenen Buch "Schwarzer Hals Gelbe Zähne" auf sich aufmerksam, dem zwei weitere Bände über die ostdeutsche Fußball-Szene folgten. Als Dokumentarist und Berichterstatter legt Pätzug besonderen Wert darauf, dass sich Interviews, Fotos und Zeitdokumente selbst kommentieren. Mit der dokumentarischen Erzählung "Was wir niemals waren" tritt der Beobachter nun selbst hinter dem Vorhang hervor.

 

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