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Körper und Zeichen

Arbeiterfotografien aus Dohna, Heidenau und Johanngeorgenstadt 1932/33

Von Wolfgang Hesse

29,80 EUR (inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten)

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ISBN: 978-3-942411-70-7

Thelem 2013. Kartoniert, ca. 23 x 16 cm, 270 S., zahlr. s/w Abb.

Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde ; 24

"Das vorliegende Werk ist mit seiner Fähigkeit zum Nachweis des Allgemeinen (der Fotografie) im Besonderen (der Arbeiterfotografie in Sachsen um 1932/33) methodisch gewinnbringend, äußerst lesenswert und stellt eine deutliche Empfehlung für eine gebührende Würdigung des Autors durch die wissenschaftliche Gemeinschaft dar." Wolfgang Jaworek, Rundbrief Fotografie vol. 20 (2013) Nr. 4

"Wolfgang Hesse stellt mit seinem Buch „Körper und Zeichen“ umfangreiches und detailliertes Material einer Lokalstudie zur Arbeiterfotografie zur Verfügung, das als mentalitäts- und zeitgeschichtliches Zeugnis analysiert wird. Die Erforschung einer Bildpraxis der Arbeiterbewegung der Weimarer Zeit auf der konkreten Ebene der Arbeiterfotografen von Heidenau und Umgebung ist eine verdienstvolle Ergänzung zu einer Geschichtsschreibung der sozialen Konstruktion des Visuellen." Wolfgang Stumberger, Archiv für Sozialgeschichte (online) 54 (2014)

Ausgangspunkt der vorliegenden Untersuchung sind Fotografien des Amateurs Kurt Burghardt (1910–1990) aus Dohna bei Dresden, die er 1933 verborgen hatte und die Ende 2010 entdeckt wurden. Sie zeigen Ereignisse in Dohna, Heidenau und Pirna kurz vor der „Machtergreifung“ der NSDAP. Die Analyse verbindet diese Dokumente der Selbstfeier der Arbeiterbewegung mit den Totenbildern kommunistischer „Märtyrer“ in Johanngeorgenstadt zu einem komplexen mentalitäts- und zeitgeschichtlichen Zeugnis. Denn die im Umfeld der KPD organisierten Arbeiterfotografen der Weimarer Republik zeichneten ihre Lebenswelt nicht allein für die eigene Erinnerung auf, sondern auch für propagandistische Veröffentlichungen in der Parteipresse. Damit sind ihre Fotografien Zeugnisse des sozialen Handelns wie seiner medialen Transformation. Die Publikation entstand innerhalb des von der DFG finanzierten Projekts „Das Auge des Arbeiters“ (2009–2012) am ISGV e. V. Dessen volkskundlich grundierte, fotohistorische Rekonstruktion des „Blicks von unten“ auf den proletarischen Alltag leistet einen Beitrag zu einer Kulturgeschichte der Körper und der Bilder, des Sehens und Zeigens im Zeitalter der Medienmoderne im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

  Rezension von Wolfgang Jaworek in Rundbrief Fotografie vol. 20 (2013) Nr. 4

  Rezension von Rudolf Stumberger im Archiv für Sozialgeschichte (online) 54/2014

 

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